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Die Marktgemeinde St. Lorenzen |
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Die Marktgemeinde St. Lorenzen liegt im Pustertal, 800 m ü.d.M., am Zusammenfluss des aus Süden kommenden Gaderbaches mit dem Hauptfluss Rienz und wird deshalb auch als nordwestliches Tor zu den Südtiroler Dolomiten bezeichnet. Nach Osten zu öffnet sich das Pustertal zur Brunecker Talweite mit dem großen Tauferer-Ahrntal im Norden. Nach Westen, wohin die Rienz entwässert, verengt sich das Tal etwas.Die Anwesenheit der ältesten Siedler in der Gegend von St. Lorenzen wurzelt in den tiefsten Lagen der Geschichte. Archäologische Funde belegen menschliche Anwesenheit seit dem gänzlich erfolgten Rückgang der Würm-Eiszeit, dem geheimnisvollen Mesolithikum. In vorgeschichtlicher Zeit bestand dann schon eine Siedlung, möglicherweise im Talboden und an Hangterrassen an der südlich des Flusses Rienz gelegenen Sonnenburger Weinleite.
Bis 1227 bekleidet der Pfarrer von St. Lorenzen das brixnerische Erzdiakonat und stellte bis 1610 bis zu 6 Priester in der inzwischen längst schon größeren Stadt Bruneck, 4 km im Osten. 1091 übergab Kaiser Heinrich IV die damals schon altehrwürdige Grafschaft Pustertal mit der Michaelsburg dem Bischof von Brixen. Im 13. Jh. ist dann daraus das Landgericht Michaelsburg hervorgegangen und seit 1271 war St. Lorenzen Sitz des Landrichters. Doch mit dem Aufgang des Sterns der Stadt Bruneck, die einerseits die sommerliche Bischofsresidenz und andererseits in der Spätgotik Hauptumschlagplatz des Ahrntaler Kupfers ist, sinkt derjenige der alten Marktmeinde unweigerlich.
Dann breitet sich langsam der Schleier des Vergessens auf St. Lorenzen. Da Bruneck dem Bischof unterstand war die Marktgemeinde von 1786 bis 1803 Sitz des k.u.k. Kreisamtes.
Heute lebt St. Lorenzen in der Hauptsache von Dienstleistungen, der Landwirtschaft, und dem Tourismus, da sich nur wenig südlich das große Skigebiet Kronplatz befindet. Hotels, Pensionen und ein Campingplatz bieten dem Urlauber eine komfortable Unterkunft. |
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