Sonderausstellung “GRABRITUS DER ANTIKE”
Am 25.6.2013 um 18:00 Uhr wird die Sonderausstellung “Grabritus der Antike” eröffnet.
Dauer der Ausstellung vom 26.6.2013 bis 30.11.2013
Der Tod als Ende des irdischen Lebens und
die Beisetzung bzw. die Vorstellung von einem neuen Leben im Jenseits pägten
das Denken und Handeln der Menschen in besonderem Maße. Für das Jenseits
stattete man die Verstorbenen mit ihrer zu Lebzeiten getragenen Tracht sowie
mit Gegenständen aus, die ihren gesellschaftlichen Status widerspiegelten.
Damit sollte dem Toten ein standesgemäßes Weiterleben im Jenseits gesichert
werden. Im Grabritus wechselten sich im laufe der Zeit mehrfach die
Brandbestattung und die Körperbestattung ab. Die beiden Formen bringen einen
unterschiedlichen geistesgeschichtlichen Hintergrund zum Ausdruck. Gräber geben
Aufschluss über Jenseitsvorstellungen, Einblick in die Sozialstruktur, Tracht
und Sachkultur der Menschen. Im Laufe des frühen Mittelalters verschwand die
Beigabensitte allmählich.
Römisches Abendessen beim “Magnuswirth”
Es war ein gemütlicher Abend mit Kurzinformationen über verschiedene römische Meilensteine und einem köstlichen römischen Abendessen.
Vorspeise: Moretum, Sala Cattabia, pizza rustica
Hauptspeise: Minutax ex praecoquis (Schweinsragout mit Aprikosen)
Nachtisch: Patina de piris (Birnenauflauf)
Wein : Mulsum, Conditum paradoxum
Artes cenandi et visitandi
rund um den römischen Meilenstein von Sonnenburg bei einem römischen Abendessen.
Lorenzen aufgefundenen römischen Meilenstein aus dem Jahr 218 n. Chr.
wird auf der Terrasse vom Magnuswirt vor dem Museum ein römisches Abendessen
serviert. Zwischen den einzelnen Gängen werden Informationen rund um den römischen
Meilenstein vorgetragen.
findet ein Vortrag von Prof. Dr. Hannsjörg Ubl zu “Geschichte und Geschichten
um einen Distanzanzeiger an der römischen Pustertaler Straße” statt.
Öffnungszeiten ab Ostern
Ab Ostern ist das Museum Mansio Sebatum auch an den Sonn- und Feiertagen von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
Römischer Meilenstein
Im Jahre 1857 wurde beim Abtragen einer Feldmauer unterhalb des Ansitzes Hebenstreit in Sonnenburg, unweit der Stelle, „wo die alte Straße in die neue einmündet“, ein römischer Meilenstein gefunden. Die Quarzphyllitsäule trägt eine dreizehnzeilige lateinische Inschrift, die sich auf die Erneuerung der Pustertalerstraße unter Kaiser Macrinus und seines Sohnes Diadumenianus im Jahre 218 n. Chr. bezieht. Die Entfernung des Meilensteins (von der Stadt Aguntum bei Lienz aus gezählt) wird mit 56 römischen Meilen (= 82,76 km) angegeben. Schon im Jahr 1873 konnte der deutsche Althistoriker Theodor Mommsen durch die richtige Lesung die in antiken Schriftquellen erwähnte Römersiedlung Sebatum bei St. Lorenzen lokalisieren.
Die Inschrift lautet:
„Der Oberbefehlshaber und Cäsar, Marcus Opellius Severus Macrinus, Pius, Felix, Augustus, Oberpriester, zum zweiten Male im Besitz der tribunizischen Gewalt, Vater des Vaterlandes, Konsul Proconsul und Marcus Opellius Antoninius Diaduminianus, „nobilissimus Cäsar, princeps iuventutis“, errichteten als vorsorgliche Kaiser (den Stein). Die Entfernung von Aguntum beträgt 56 Meilen“
Filmbericht über das Museum Mansio Sebatum
St. Lorenzen im Pustertal: Das neue Museum Mansio Sebatum wurde nach intensiver Vorbereitungszeit eröffnet. Es sollte ein lebensnahes, zugängliches Museum werden und eine Brücke schlagen zwischen damals und heute. Siedlungsgeschichte im Pustertal von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter wird hier thematisiert.
Treten Sie ein in das neue Museum Mansio Sebatum in St. Lorenezn.
Landesrat Hans Berger zu Besuch
Anlässlich der Segnung der neuen Räumlichkeiten des Tourismusbüros, das auch als Büro für das Museum dient, stattete Landesrat Hans Berger dem Museum einen Besuch ab. Der Leiter des Museums, Peter Ausserdorfer, führte ihn zusammen mit anderen Gästen durch die Ausstellung. Der Landesrat war begeistert und wies auch auf die Wichtigkeit einer solchen Einrichtung für den Tourismus hin.
Im Bild: Landesrat Hans Berger, Museumsdirektor Peter Ausserdorfer, Präsident des Tourismusvereins Hannes Steinkasserer, Gemeinderätin Anna Lahner Gasser, Altbürgermeister Oswald Galler (mit Hut)
Museum MANSIO SEBATUM – großes Echo
Die Eröffnung des Museums hat landesweit großes Echo hervorgerufen.
Seit 24. September 2011 ist das Museum dem Publikum zugänglich. In knapp einem Monat wurden über 600 Besucher aus allen Landesteilen gezählt. Bisher besichtigten 11 Schulklassen der Mittel- und Oberschulen mit insgesamt 254 Schülern das Museum. Auch der Vorstand der Raiffeisenkasse Bruneck und das Personal und der Gemeinderat von Deutschnofen statteten uns einen Besuch ab. Durchaus positiv und lobend waren die verschiedenen Rückmeldungen.
Um die Besucher zu begleiten und die Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen nachmittags zu gewährleisten, braucht es ein engagiertes Team von Mitarbeitern. Dazu haben sich neben Peter Ausserdorfer, der in Zusammenarbeit mit dem Archäologieverein Sebatum das Museum leitet, noch Hildegard Crazzolara, Josef Elzenbaumer, Pauline Hochgruber, Christine Kuppelwieser und Oswald Oberlechner aus St. Lorenzen, sowie Franz Jakob aus Bruneck, Busetti Sibille aus Reischach und Margit Steinhauser aus Vintl bereit erklärt.
Am Mittwoch, den 2. November zeigt der Sender Bozen der Rai um 20:20 Uhr einen Filmbericht über das Museum Mansio Sebatum.




























































